Informationen über die Herkunft der Rasse Maine Coon

Einigkeit darüber herrscht nur, dass sie aus dem amerikanischen Staate Maine stammt, wo Farmer sie wegen ihrer Robustheit gerne als Ratten- und Mäusefänger hielten.

Coon heißt übersetzt Waschbär. Die Maine Coon trägt den zweiten Teil ihres Namens, weil ihr Schwanz dem eines Waschbären gleicht. Allerdings kann man diese Ähnlichkeit heutzutage nur noch bei gut ausgeprägter Tabbyzeichnung erkennen.

Wie sie allerdings nach Amerika gekommen ist, darüber gibt es unterschiedliche Geschichten und Auffassungen. Biologisch unhaltbar ist die Ansicht, die Maine Coon entstamme der Kreuzung Katze / Waschbär. Nicht mehr nachprüfbar ist folgende Version:

Als Marie Antoinette wegen der Wirren der Französischen Revolution fliehen wollte, schickte sie ihre Katzen vorab nach Amerika. Diese Tiere und schon vorhandene Hauskatzen seien die Ureltern unserer heutigen Maine Coon.
Andere wieder glauben, englische Seeleute hätten Angorakatzen nach Amerika eingeführt. Diese hätten sich dort mit Hauskatzen verpaart, daraus sei schließlich die Maine Coon entstanden. Schließlich und endlich noch die Annahme, die Wikinger oder später Einwanderer aus Norwegen hätten ihre norwegischen Waldkatzen nach Amerika mitgebracht und damit den Grundstock für die Rasse gelegt. Eine gewisse Ähnlichkeit zwischen beiden spricht dafür.

 

Fest steht aber, dass schon 1895 die Maine-Coon-Katze Goosie von Mrs. E.R. Pierces auf der ersten amerikanischen Katzenausstellung in Madison Suqare Garden einen Best-in-Show-Platz erreichte. Damit dürfte die Maine Coon zu den ältesten Rassekatzen überhaupt gehören. Später geriet die Rasse aber wieder in Vergessenheit. Erst 1983 wurde sie innerhalb der FIFe wieder anerkannt.
 

Interessantes über das Wesen der "Coonies"

Das Äußere der Maine Coon mag manchen Betrachter an Wildkatzen erinnern, doch wer ihr Wesen kennenlernt, merkt schnell, dass dieser erste Eindruck ihn getäuscht hat. Maine-Coon-Katzen sind sehr liebenswürdige Hausgenossen. Sie sind sehr verträglich, so dass man sie gut mit anderen Katzen zusammen halten kann.

Maine Coons sind sehr gesellig und brauchen, wenn keine anderen Tiere im Haushalt sind, unbedingt die Zuwendung ihres Menschen. Sie fordern dieses nachdrücklich, wenn auch nicht aufdringlich. Sie sind lebhafte Tiere.

Wenn ihnen keine Beschäftigungsmöglichkeiten geboten werden, suchen und finden sie selbst welche. Sie brauchen nicht unbedingt einen Garten, wenn Sie eine Maine-Coon-Katze halten wollen; sie gibt sich auch mit einer Wohnung zufrieden -mit oder ohne Balkon.
Wenn den Maine-Coon-Katzen aber die Möglichkeit eines Auslaufs geboten werden kann, entwickeln sie sich sehr schnell zu guten Jägern, die außer Mäusen auch Ratten und Kaninchen jagen.

Maine Coons können auch ausgezeichnet springen. Zwei- bis Drei-Meter-Sprünge sind keine Seltenheit. Wenn es andere Möglichkeiten gibt, ans Ziel zu kommen, ziehen sie natürlich die bequemere Methode vor.

Im Unterschied zu manch anderen Katzenrassen ist das Verhalten der Maine Coon extrem geschlechtsgebunden. Die Kätzinnen wirken mütterlich, sind charmant, liebenswert und trotzdem unabhängig. Die Kater sind wie kleine Jungen, die ständig neuen Unsinn aushecken und davon überzeugt sind, dass sich alles Geschehen nur um sie zu drehen hat.